Marjane Satrapi

Marjane Satrapi

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Wer ihren ersten Film „Persepolis“ immer noch nicht kennt, muss am 25. Januar um 20.15 Uhr Arte einschalten und das nachholen. Diese Comicverfilmung ist nämlich nicht nur ein persönlicher Meilenstein der begabten iranischen Illustratorin Satrapi, die für dieses Erstlingswerk 2007 in bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet wurde, sondern er ist eine Dokumentation der staatlichen Missachtung von Menschenrechten vor dem Hintergrund der islamischen Revolution und des Iran-Irak-Krieges in den 80er Jahren. Für ihren künstlerischen Einsatz gilt Satrapi im Iran als „Staatsfeindin“ und lebt und arbeitet seither im Exil. Von dort aus musste sie sich aufgrund von sexuell anzüglichen Szenen ihrer Comic-Charaktäre im Film vom Teheraner Regime so manche Beschimpfung gefallen lassen. Das geht an die Substanz. Interessant ist daher jetzt ihr neuer Film: „Huhn mit Pflaumen“ der in diesem Januar Premiere feiert. Diesmal lernen wir eine neue Seite Satrapis kennen. Trailer unter: www.huhn-mit-pflaumen.de

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Dass Satrapi als „Hure des Westens“ beschimpft wurde, nachdem sie die Regierung ihres Vaterlands offen anklagte, muss Spuren hinterlassen haben. Zum Glück hat die 43 Jährige aber nicht mit kreativen Rückzug oder aggressivem Trotz geantwortet. Sie hat ihre Gegner anders besiegt: durch Gleichgültigkeit und Liebe für die persönlichen kleinen Freuden im Leben. So scheint es, wenn man sich die Thematik ihres neuen Films ansieht. Es scheint, als hätte Satrapi die schwere Rüstung der Kämpferin abgelegt und sich endlich auch selbst die Freiheit gegeben: die Freiheit, sich einer privaten Fantasiewelt zu widmen. Na Sdrowje, Marjanischka!